Vorbeugend sollten Diabetiker ihre Füße selbstständig gut beobachten und pflegen, sie mindestens einmal im Jahr von einem bzw. einer Fachärzt:in kontrollieren lassen sowie auf gutes und passendes, d.h. ausreichend weites Schuhwerk mit weichem Oberleder und ohne innen liegende Nähte achten.
Im Falle einer bereits vorhandenen Polyneuropathie sollte insbesondere bei verstärkter Hornhautbildung oder im Falle einer früher bereits aufgetretenen Fußläsion in regelmäßigen Abständen ein/eine Podologe/Podologin zur Durchführung einer fachgerechten prophylaktischen Behandlung aufgesucht werden.
Kommt es dennoch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Fußwunde, sollte unverzüglich ein in der Behandlung von diabetischen Fußwunden erfahrene:r Ärzt:in aufgesucht werden. Höhergradige Wunden sowie solche, die wiederholt auftreten oder unzureichend abheilen, sollten dagegen ohne größere Verzögerung in einer spezialisierten Diabetes-Fußbehandlungseinrichtung vorgestellt werden, wo die weiteren erforderlichen Behandlungsmaßnahmen zügig und fachgerecht eingeleitet und mögliche Ursachen für die Entstehung der Läsion ausfindig gemacht und beseitigt werden können.
Als diabetologischer Notfall gilt der Verdacht auf einen sogenannten Charcot-Fuß!
Daran muss unbedingt immer dann gedacht werden, wenn es ohne ersichtliche Ursache bei vorliegender Polyneuropathie zu einer Schwellung und/oder Überwärmung eines Fußes mit oder ohne Schmerzen kommt. In dieser Situation muss der Fuß sofort vollständig entlastet und unverzüglich eine spezialisierte Behandlungseinrichtung für den Diabetischen Fuß aufgesucht werden, da es andernfalls rasch zu einer höhergradigen Schädigung des Fußes kommen kann.