Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin

Schmerztherapie

Unsere wichtigste Aufgabe ist Ihre Sicherheit: Wir begleiten Sie kompetent vor, während und nach Ihrer Operation und bieten Ihnen ein breites Spektrum der modernsten Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin. Unser hoch qualifiziertes Team führt pro Jahr über 10.000 Anästhesien durch. In unserer Klinik kommen alle gängigen modernen Narkoseverfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie zum Einsatz. Die Durchführung und Steuerung der Anästhesien erfolgt unter Einbeziehung modernster Medizintechnik und gewährleistet höchste Patientensicherheit.

Darüber hinaus sind die Ärzt:innen der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin in vielen anderen Bereichen wie z.B. der postoperativen Schmerztherapie, der Intensivmedizin, der notärztlichen Versorgung der Bürger:innen der Stadt Moers oder der Betreuung von werdenden Müttern im Kreißsaal für Sie da.

Eine exzellente Patient:innenversorgung kann nur mit hoch qualifiziertem Personal erfolgen. Als Klinik in einem akademischen Lehrkrankenhaus betreiben wir eine intensive Fort- und Weiterbildung von Student:innen und Ärzt:innen. Der Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung für das Fach Anästhesiologie und gemeinsam mit dem Chefarzt der Klinik für Kardiologie die volle Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzbezeichnung Intensivmedizin.

Anschrift
Stiftung Bethanien Moers

Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin

Bethanienstraße 21

47441 Moers

Kontakt

Telefon:  +49 (0) 2841 200-2275

Fax: +49 (0) 2841 200-2291

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 9:30 - 15:30 Uhr
Freitag 9:30 - 14:30 Uhr

Im Sekretariat können Sie Kontakt aufnehmen, um Ihre Fragen zu klären oder direkt einen Termin vereinbaren. Weiterhin koordiniert das Sekretariat die Aufklärungsgespräche mit den Anästhesist:innen der Klinik (Prämedikation).

DEGUM Stufe II für das Gebiet Anästhesiologie
Dr. med. Sebastian Daehnke
DEGUM Stufe II für das Gebiet Echokardiographie in Anästhesie und Intensivmedizin
Dr. med. Sebastian Daehnke
DEGUM Stufe I
Florian Milandri
FOCUS Empfehlung 2020
Florian Milandri

Team

Leistungsspektrum

Leistungsspektrum

Diagnostik

Operative Intensivmedizin: Alle diagnostischen Verfahren in der operativen Intensivmedizin -vom hämodynamischen Monitoring, zur Sonographie, transthorakale und transoesophageale Echokardiographie, Bronchoskopie bis hin zu bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder CT

 

Krankheitsbilder

  • Alle Erkrankungen bei operativen Intensivpatient:innen
  • Alle Operationen mit der Notwendigkeit eines Anästhesieverfahrens
  • Perioperative Schmerzen
  • Alle Notfallsituationen in der präklinischen Notfallmedizin (Notarztdienst)

 

Therapie

Differenzierung der verschiedenen Anästhesieverfahren

In unserer Klinik kommen alle gängigen modernen Narkoseverfahren zum Einsatz. Im Rahmen der Aufklärung mit Ihrer/Ihrem Anästhesist:in wird das für Sie geeignete Verfahren herausgefunden und gemeinsam festgelegt.

  • Balancierte (volatile) Anästhesien, total intravenöse Anästhesien (TIVA) sowie intravenöse Zielkonzentrationsgesteuerte Anästhesien (TCI).
  • Kombinationsanästhesien (Regionalanästhesie plus Allgemeinanästhesie): Eine Vollnarkose wird oft um ein Regionalanästhesieverfahren ergänzt, um für Sie eine optimale postoperative Schmerzlinderung zu erreichen.
  • Rückenmarksnahe Anästhesieverfahren wie z.B. die Periduralanästhesie oder die Spinalanästhesie. Diese werden entweder zur postoperativen Schmerztherapie nach Eingriffen an Lunge oder Bauch eingesetzt, oder zur geburtshilflichen Schmerzreduktion angewendet. Die Spinalanästhesie wird für Operationen unterhalb der Höhe des Nabels (z.B. Kaiserschnitt) angewendet.
  • Regionalanästhesien als Katheter- oder Single-Shot-Verfahren (Plexus cervicalis, brachialis, axillaris bzw. periphere Nervenblockaden des N. ischiadicus und des N. femoralis).
  • Eingriffe an den Extremitäten können oft in sogenannter Regionalanästhesie durchgeführt werden. Hierbei wird nur die entsprechende Extremität ultraschallgesteuert betäubt. Gerne wird dies mit einem leichten Dämmerschlaf kombiniert. Für die Schulterchirurgie wird eine interscalenäre Blockade (ISB) sowie eine supraclavikuläre (SCB) oder eine suprascapuläre (SSB) Blockade eingesetzt. Beim Unterarm oder der Hand kommt die axilläre Plexusblockade (AXP) in Frage. Für Operationen am Bein eignet sich der Femoralis Block (FB) sowie der Ischiadicus Block (IB). In der Brustchirurgie wird mit einem Pectoralis Block (PB) eine erhebliche Schmerzlinderung erzielt.
  • Bereits seit einigen Jahren werden so gut wie alle peripheren Nervenblockaden unter Zuhilfenahme von Ultraschall durchgeführt. Die dafür erforderliche apparative Ausstattung an Ultraschallgeräten ist auf dem neuesten technischen Stand.

Therapieoptionen im Notarztdienst

Im Rettungsdienst können alle modernen Methoden der präklinischen Notfallmedizin angewendet werden.

Schmerztherapie

Die Mitarbeiter:innen der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin kümmern sich auch um postoperative Schmerzen: Ein interprofessioneller Schmerz-Visitendienst ist eingerichtet. So werden Patient:innen mit postoperative Schmerzen von einer speziell ausgebildeten Pain-Nurse besucht und in Abstimmung mit einer/einem Fachärzt:in der Klinik beraten. Auch werden wir im Rahmen von Konsilen schmerztherapeutisch tätig. Gerne werden in diesem Zusammenhang Schmerzpumpen oder Schmerzkatheter eingesetzt.

Mit einem hoch qualifizierten und engagiertem Team sorgen wir für Ihre Sicherheit!

Dr. med. Sebastian Daehnke

Weitere Schwerpunkte der Klinik

Notarzt- & Rettungsdienst

Ärzt:innen der Klinik nehmen am Notarztdienst der Stadt Moers teil und arbeiten in der Gruppe der Leitenden Notärzte des Kreises Wesel mit.

OP-Bereich

Der OP-Bereich ist ein Kernstück des Krankenhauses und wird von allen operierenden Fachrichtungen genutzt.

Intensivmedizin

Intensivmedizinische Behandlung und Überwachung der Patienten aller operativen Abteilungen.

Schmerztherapie

Postoperativer Schmerzdienst (z. B. Schmerzpumpe, Schmerzkatheter)

Stellenwert der Sonographie

In der modernen Anästhesiologie ist der Einsatz von Ultraschall nicht mehr wegzudenken. So werden fast alle Regionalanästhesieverfahren ultraschallgesteuert durchgeführt. Dieses Vorgehen ist wesentlich präziser und angenehmer für die Patient:innen als frühere Methoden. Weiterhin wird der Ultraschall zur transthorakalen und transoesophagealen Echokardiographie, in der Schockraumversorgung sowie in der ganzen Bandbreite seiner diagnostischen Möglichkeiten in der operativen Intensivmedizin eingesetzt.

 

Ärztliche Mitarbeiter:innen der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin sind in der Anwendung des Ultraschalls zertifiziert. So können leitende Mitarbeiter:innen der Klinik die DEGUM Stufen I und II der Sektion Anästhesiologie für den Bereich Anästhesie als auch für den Bereich Echokardiographie in Anästhesie und Intensivmedizin nachweisen. Darüber besteht ein Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) in der Transoesophagealen Echokardiographie (TEE).

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildungsbefugnisse an der Weiterbildungsstätte Krankenhaus Bethanien in der Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin

Anästhesiologie

Volle Befugnis zur Weiterbildung für Anästhesiologie (Facharzt) mit einem Umfang von 60 Monaten (Chefarzt Dr. med. Sebastian Daehnke DESA EDIC).

Intensivmedizin

Volle gemeinsame Befugnis zur Weiterbildung für die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin (Anästhesiologie) mit einem Umfang von 24 Monaten (Chefarzt Dr. med. Sebastian Daehnke DESA EDIC, Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp).

Notfallmedizin

Zusätzlich besteht durch Einsatzpraktika im Notarztdienst die Möglichkeit die notwendigen Voraussetzung für die Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin zu erwerben.

Interne Fortbildungen

Interne Fortbildungsreihe zu den Themenschwerpunkten Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Sonographie und Schmerztherapie.

Überregionale Fortbildungen

Fortbildungsreihe AINS Linker Niederrhein, Fortbildungsreihe Notfallmedizin „Bethanien rettet“.

Häufig gestellte Fragen

Das Narkosevorgespräch hat den Zweck, Vertrauen zwischen Patient:in und behandelnder/behandelndem Ärzt:in aufzubauen: Weiterhin dient das Vorgespräch dazu, nach erfolgter Risikostratifizierung über das in Frage kommende Narkoseverfahren zu informieren. Dabei werden Ihre Vorerkrankungen, die von Ihnen sonst eingenommenen Medikamente, der gesundheitliche Allgemeinzustand und viele andere Faktoren berücksichtigt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aufklärung über den Verlauf und über mögliche Risiken der Narkose.

Bei nicht nüchternen Patient:innen kommt es durch einen vollen Magen häufiger zu Übelkeit und Erbrechen als bei nüchternen Patient:innen. Während der Narkose oder der Aufwachphase sind der Hustenreflex, und die Rachenreflexe unterdrückt. Dadurch besteht die Gefahr, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt und von dort über die Luftröhre in die Lunge. Diesen Vorgang nennt man Aspiration. Diese Gefahr ist umso größer, je größer der Mageninhalt ist, d.h. je kürzer die letzte Nahrungsaufnahme zurückliegt. Eine Aspiration kann durch den sauren Magensaft eine Lungenentzündung oder sogar schwere Schäden am Lungengewebe hervorrufen, die unter Umständen sich nicht mehr oder nur teilweise zurückbilden.

Rauchen regt die Produktion von Magensaft an. So kann es allein durch das Rauchen zu einer großen Ansammlung von Magensekret im Magen kommen, auch dann, wenn sie nichts gegessen haben. Hierdurch entsteht ebenfalls eine erhöhte Aspirationsgefahr. (siehe auch: Warum darf ich vor der Operation nicht mehr essen oder trinken?).

Wahrscheinlich nicht. Diese unangenehmen Begleiterscheinungen einer Allgemeinanästhesie sind durch die modernen eingesetzten Medikamente wesentlich seltener geworden als früher. Leider kann dennoch kein:e Anästhesist:in die Garantie dafür abgeben, dass die Aufwachphase nach dem operativen Eingriff ohne Übelkeit und Erbrechen verlaufen werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber höher, wenn Sie an der so genannten Reisekrankheit leiden oder wenn Übelkeit und Erbrechen schon bei vorherigen Narkosen aufgetreten sind.

Grundsätzlich gilt: Es sollte das Verfahren gewählt werden, das für den Eingriff am besten ist. Die Entscheidung über das Narkoseverfahren wird ihr:e Narkoseärzt:in gemeinsam mit Ihnen im Vorgespräch treffen.

Sobald sichergestellt ist, dass die Regionalanästhesie für die Operation ausreichend wirkt, kann über eine Infusion ein Medikament verabreicht werden, das Sie in einen Dämmerschlaf versetzt. Das bedeutet, das Ärzt:innenteam kann Sie während des Eingriffs bei Bedarf wecken, während Sie bei der Operation zum größten Teil schlafen.

Die modernen Anästhesie- und Überwachungsverfahren erlauben es, nicht nur die Dauer der Narkose genau zu bestimmen, sondern auch deren Tiefe. Dazu werden für die Operation kleine Elektroden auf Ihre Stirn geklebt, die die Hirnströme messen. An diesen kann die/der Anästhesist:in sehr genau erkennen, ob die Gefahr besteht dass Sie dabei sind, aufzuwachen. Durch die Überwachung wird die Möglichkeit nahezu ausgeschlossen, dass sie während der Operation aufwachen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin arbeitet eng mit allen Kliniken im Haus zusammen.

Einblicke

Downloads

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Ausbildungscurriculum Sonographie

PDF (658KB)

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Einarbeitungskonzept ärztlicher Dienst der Intensivstation

PDF (488KB)

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Weiterbildungscurriculum Anästhesie

PDF (1MB)

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