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Haftungsausschluss

Die folgenden Seiten enthalten Informationen der Bundesministerien Arbeit und Soziales - Wirtschaft und Technologie - Bildung und Forschung - für Migration und Flüchtlinge - sowei der Bundesargentur für Arbeit in Deutschland. Für die Aktualität und Inhalte übernehmen wir keine Gewähr. Quellen: www.make-it-in-germany.com und www.anerkennung-in-deutschland.de (Stand 08.2013)

Deutschland vor Ort

Sie sind eine Fachkraft und möchten in Deutschland leben und arbeiten? Oder Sie wollen in Deutschland studieren? Dann hilft Ihnen die Weltkarte "Deutschland vor Ort". Auf einem Blick erhalten Sie die Kontaktdaten und Angebote deutscher Institutionen in Ihrem Land.
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Aufenthalt & Arbeitsmarktzugang

Bürger der Europäischen Union, aus Liechtenstein, Norwegen, Island und der Schweiz

Sie kommen aus dem europäischen Ausland und möchten längerfristig in Deutschland leben? Hier erfahren Sie mehr über die Bedingungen.

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Bürger aus anderen Staaten (Drittstaaten)

Sie planen, nach Deutschland zu ziehen und hier zu arbeiten? Welche Regelungen für den Aufenthalt und die Arbeitsaufnahme für Sie gelten, hängt davon ab, aus welchem Land Sie kommen und welche Qualifikationen Sie haben. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen.

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Information in English

Top-Fragen



  • Wo können Sie sich informieren oder beraten lassen?

    Begleitend zum Anerkennungsgesetz werden Informations- und Beratungsangebote gewährleistet, die Informationen zu rechtlichen Grundlagen, Verfahren und zuständigen Stellen vorhalten:

    Das Portal "Anerkennung in Deutschland" ermöglicht das zügige Auffinden der zuständigen Stelle. Darüber hinaus werden Informationen zu rechtlichen Grundlagen, zum Verfahren sowie die Kontaktdaten von Beratungsstellen vorgehalten.

    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) informiert seit dem 1. April 2012 telefonisch über das Anerkennungsgesetz und die Verfahren. Die Telefon-Hotline hat folgende Rufnummer: +49 30 1815-1111.

    Im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung-IQ“ werden bundesweit regionale Anlaufstellen gewährleistet, die über Verfahren und rechtliche Grundlagen informieren und Anerkennungsinteressierte an die zuständigen Stellen verweisen. Die Kontaktdaten der Beratungsstellen finden Sie hier.


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  • Was ist, wenn ein Abschluss nicht anerkannt wird? Möglichkeiten zur Weiterbildung und ihre Finanzierung.

    Wenn die Behörde feststellt, dass wesentliche Unterschiede zwischen der ausländischen und der entsprechenden deutschen Ausbildung bestehen, kann der oder die Anerkennungssuchende sich entsprechend weiterbilden.

    Im Bereich der reglementierten Berufe sind Anpassungsmaßnahmen (Anpassungslehrgang oder Prüfung) gesetzlich vorgesehen, da die Gleichwertigkeit in diesen Berufen Voraussetzung dafür ist, dass der Beruf in Deutschland ausgeübt werden kann. Lehrgänge und Prüfungen werden durch die Länder angeboten. Die Kosten für die Anpassungsmaßnahme sind von den Antragstellenden in der Regel selbst zu tragen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann finanzielle Unterstützung durch die Agenturen für Arbeit oder die Träger der Grundsicherung geleistet werden.

    Für die nicht-reglementierten Berufe (insbesondere Ausbildungsberufe) besteht keine Verpflichtung zur Weiterqualifizierung. In diesen Berufen kann man auch ohne eine Gleichwertigkeitsfeststellung arbeiten. Im Bescheid werden die vorhandenen Qualifikationen dokumentiert und die wesentlichen Unterschiede zum vergleichbaren Beruf in Deutschland erläutert. Dies hilft den im Ausland qualifizierten Fachkräften und den Unternehmen: Die Fachkräfte können auf dieser Grundlage entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen wahrnehmen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und gegebenenfalls die volle Gleichwertigkeit ihrer beruflichen Qualifikationen zu erreichen. Für die Unternehmen werden die vorhandenen Qualifikationen transparent dargestellt. Die Weiterbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Förderung der beruflichen Weiterbildung durch die Agenturen für Arbeit oder die Träger der Grundsicherung gefördert werden.


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  • Wie werden die in Deutschland geltenden Ausbildungsstandards gewährleistet?

    Eine abgeschlossene Ausbildung im Ausland ist Voraussetzung für den Antrag. Ungelernte haben somit keinen Anspruch auf eine Gleichwertigkeitsprüfung. Die im Ausland abgeschlossene Ausbildung muss mit der entsprechenden inländischen vergleichbar sein. Die Anerkennung für einen anderen Beruf ist nicht möglich. Nur wenn trotz vergleichbarer Berufsbilder wesentliche Unterschiede bestehen, kann ergänzend geprüft werden, ob die Unterschiede durch nachgewiesene einschlägige Berufserfahrung ausgeglichen werden können.


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  • Was kostet das Anerkennungsverfahren?

    Das Verfahren ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach den Gebührenregelungen der Länder beziehungsweise Kammern und hängt vom individuellen Aufwand für die Durchführung des Verfahrens ab.

    Die Kosten (zum Beispiel für Gebühren, Übersetzung und Beglaubigungen) müssen grundsätzlich vom Antragsteller selbst getragen werden.

    Arbeitslose und arbeitsuchende Antragsteller sollten im Vorfeld der Antragstellung bei ihren zuständigen Agenturen für Arbeit beziehungsweise Jobcentern klären, ob eine Kostenübernahme durch die Arbeitsverwaltung möglich ist. Neben dem Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen ist dabei insbesondere von Bedeutung, ob die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt individuell erforderlich ist. Gleiches gilt gegebenenfalls im Anschluss an das Anerkennungsverfahren für die Förderung von eventuell erforderlichen Anpassungsqualifikationen zum Ausgleich von Qualifikationslücken.


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  • Wie lange dauert das Anerkennungsverfahren?

    Wenn alle Unterlagen vollständig sind, beginnt die zuständige Stelle mit der Gleichwertigkeitsprüfung.

    Ab dem 1. Dezember 2012 soll das Verfahren in der Regel nicht länger als drei Monate dauern. Die Entscheidungsfrist kann in schwierigen Fällen einmalig begründet verlängert werden.

    Die Entscheidungsfrist läuft nicht, solange die erforderlichen Unterlagen nicht vorliegen (Fristhemmung).

    Wenn eine Qualifikationsanalyse durchgeführt wird, etwa weil Nachweise nicht erbracht werden können, ist die Entscheidungsfrist ebenfalls gehemmt.


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  • Kann ein Antrag auf Anerkennung erneut gestellt werden?

    Wurde in einem Verfahren (nach Bundesvertriebenengesetz oder nach Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz, BQFG) oder aufgrund anderer Rechtsvorschriften (Verordnungen über die Gleichstellung österreichischer oder französischer Prüfungszeugnisse) die Gleichwertigkeit einer Auslandqualifikation bereits positiv festgestellt, ist ein erneuter Antrag zwar grundsätzlich möglich, die zuständige Stelle soll den erneuten Antrag jedoch ablehnen.

    Falls in einem Anerkennungsverfahren keine Gleichwertigkeit festgestellt werden konnte, ist ein erneuter Antrag nach dem BQFG grundsätzlich möglich.

    Für den Fall, dass sich nach Abschluss eines Verfahrens die Sachlage in derselben Angelegenheit zugunsten der Antragsteller geändert hat (zum Beispiel durch den Erwerb weiterer Qualifikationen), besteht die Möglichkeit, das Verfahren wieder aufzunehmen (§ 51 Verwaltungsverfahrensgesetz und entsprechende Ländergesetze).


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  • Ist mit der Anerkennung eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland verbunden?

    Die Anerkennung eines im Ausland erworbenen Berufsabschlusses führt nicht zur Erteilung eines Aufenthaltstitels. In bestimmten Fällen benötigt man allerdings für ein Einreisevisum beziehungsweise einen Aufenthaltstitel die Anerkennung eines im Ausland erworbenen Berufsabschlusses.


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  • Welche Ergebnisse sind nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens möglich?

    Wenn keine wesentlichen Unterschiede zwischen der Auslands- und der Inlandsqualifikation festgestellt werden, wird die vollständige Gleichwertigkeit bescheinigt. Es wird allerdings kein deutsches Prüfungszertifikat ausgestellt, sondern eine Gleichwertigkeitsbescheinigung (Bescheid). Wer eine Gleichwertigkeitsbescheinigung erhält, wird rechtlich genauso behandelt wie Personen mit einem entsprechenden deutschen Berufsabschluss.

    Gibt es wesentliche Unterschiede, aber auch vergleichbare Qualifikationsinhalte, stellt die zuständige Stelle bei Ausbildungsberufen die vorhandenen Qualifikationen dar und beschreibt die Unterschiede zum deutschen Abschluss. Diese differenzierte Beschreibung des Qualifikationsstandes hilft den Fachkräften im Arbeitsmarkt und ermöglicht eine gezielte Weiterqualifizierung.

    Bei reglementierten Berufen sind im Falle festgestellter wesentlicher Unterschiede formalisierte Ausgleichmaßnahmen (Prüfung, Anpassungslehrgang) im Rahmen der Berufszulassung vorgesehen. Mit den Ausgleichsmaßnahmen werden die gleichwertigen Fähigkeiten und Kenntnisse nachgewiesen.


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  • Wie läuft die Gleichwertigkeitsprüfung ab?

    Die zuständige Stelle prüft, ob wesentliche inhaltliche oder zeitliche Unterschiede zwischen der im Ausland erworbenen Berufsausbildung und der deutschen Berufsausbildung (Referenzqualifikation) bestehen.

    Wenn wesentliche Unterschiede zwischen den Berufsqualifikationen bestehen, prüft die zuständige Stelle, ob diese durch sonstige Befähigungsnachweise (zum Beispiel Weiterbildungen, Zusatzausbildungen) oder durch nachgewiesene einschlägige Berufserfahrungen - sowohl im In- als auch Ausland erworbene - ausgeglichen werden können.

    Erhält die zuständige Stelle keine ausreichenden Nachweise oder fehlen ihr die erforderlichen Informationen für ihre Prüfung, ist es im Anwendungsbereich des BQFG möglich, eine Qualifikationsanalyse zur Feststellung der für einen Vergleich mit der inländischen Berufsbildung maßgeblichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten durchzuführen. Eine Qualifikationsanalyse kann durch unterschiedliche Instrumente, zum Beispiel durch Arbeitsproben oder Fachgespräche, erfolgen..


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  • Welche Unterlagen werden für die Antragstellung benötigt?

    • Tabellarische Übersicht in deutscher Sprache über Ausbildungsgänge und gegebenenfalls über die bisherige Erwerbstätigkeit
    • Identitätsnachweis (Personalausweis oder Reisepass)
    • Nachweis des im Ausland erworbenen Ausbildungsabschlusses
    • Nachweise über einschlägige Berufserfahrung
    • Sonstige Befähigungsnachweise (zum Beispiel zu beruflichen Weiterbildungen)
    • Erklärung, dass bisher kein Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung nach dem BQFG gestellt wurde
    • Nachweis, dass der Antragsteller in Deutschland arbeiten will (entfällt für Staatsangehörige der EU/EWR/Schweiz und für Personen, mit Wohnort in der EU/EWR/Schweiz)


    Bei den reglementierten Berufen kann das Fachrecht Abweichungen hiervon enthalten.

    Die zuständige Stelle kann beglaubigte Kopien oder Originale der Unterlagen verlangen. Zur Verfahrenserleichterung kann die zuständige Stelle einfache Kopien der Unterlagen zulassen.

    Die Unterlagen sind in der Regel ins Deutsche übersetzt vorzulegen. Übersetzungen sind von Dolmetschern oder Übersetzern anzufertigen, die im In- oder Ausland öffentlich bestellt oder beeidigt sind. Die zuständige Stelle kann auf Übersetzungen auch verzichten.


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  • Wer ist für das Anerkennungsverfahren zuständig?

    Für Gleichwertigkeitsprüfungen zu Ausbildungsberufen im dualen System sind vor allem die Kammern zuständig. Bei den reglementierten Berufen richtet sich die Zuständigkeit nach dem jeweiligen Fachrecht und den Ausführungsbestimmungen der Länder (zum Beispiel Approbationsbehörden der Länder für die Ärztezulassung).

    Die für die einzelnen Berufe zuständigen Stellen werden künftig jeweils aktuell im Anerkennungsportal des Bundes www.anerkennung-in-deutschland.de ausgewiesen. Mit einem Fragesystem im Anerkennungs-Finder werden Anerkennungssuchende direkt zu der für sie zuständigen Stelle geleitet.


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  • Gilt das Gesetz auch für Hochschulabschlüsse?

    Das Gesetz gilt nur für Hochschulabschlüsse, die zu reglementierten Berufen hinführen. Hierzu gehören zum Beispiel Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte.

    Kein Verfahren nach dem Anerkennungsgesetz gibt es für ausländische Hochschulabschlüsse, die nicht zu einem reglementierten Beruf hinführen (zum Beispiel Mathematiker, Ökonom, Journalist). Absolventinnen und Absolventen solcher Studiengänge können sich ihren Hochschulabschluss durch die Zentralstelle für das ausländische Bildungswesen bewerten lassen und dürfen sich ansonsten direkt auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben.


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  • Welche Berufe können Gegenstand des Verfahrens sein?

    Bei einem Anerkennungsverfahren wird ein im Ausland erworbener Berufsabschluss mit einem deutschen Referenzabschluss verglichen.
    Der deutsche Referenzabschluss muss auf Bundesrecht beruhen. Insofern können Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren durchgeführt werden für

    • alle Aus- und Fortbildungsabschlüsse im dualen System (nach BQFG) und
    • alle bundesrechtlich reglementierten Berufe (nach Fachrecht).


    Der deutsche Referenzabschluss ist im Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung festzulegen. Dies geschieht in Absprache (Einvernehmen) zwischen den Antragstellern und der zuständigen Stelle. Die Gleichwertigkeitsprüfung erfolgt bezogen auf den aktuell gültigen deutschen Abschluss.

    Für Ausbildungsberufe im dualen System werden bestimmte Prüfungszeugnisse aus Österreich oder Frankreich nach Maßgabe der jeweiligen Verordnungen dem deutschen Abschluss automatisch, das heißt ohne weitere Prüfung, gleichgestellt.

    Für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zum Zweck der Hochschulzugangsberechtigungen oder zur Anrechnung im Ausland erbrachter Studien- und Prüfungsleistungen gilt das Anerkennungsgesetz nicht. Dafür sind in der Regel die Hochschulen zuständig.


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  • Müssen Antragstellende Deutsch können?

    Sprachkenntnisse können verlangt werden, wenn sie zur Ausübung des Berufes notwendig sind. Dies gilt insbesondere für einige der reglementierten Berufe, zum Beispiel bei Ärzten, Lehrern oder in den Gesundheitsfachberufen. Antragsteller und Antragstellerinnen erhalten die Berufszulassung in diesen Berufen nur, wenn sie über die erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

    Für die Ausbildungsberufe des dualen Systems (Handwerksberufe, Industrie- oder Handelsberufe) werden in der Regel keine konkreten Anforderungen an die für die Berufsausübung geforderten Sprachkenntnisse gestellt. Die Prüfung der Sprachkenntnisse ist nicht Bestandteil der Gleichwertigkeitsprüfung. Falls die zuständige Behörde eine Bewertung der Sprachkenntnisse mit Blick auf die zukünftige Berufsausübung für sinnvoll oder sogar für unabdingbar hält, kann sie zwar gesondert von der Gleichwertigkeitsprüfung eine Bewertung der Sprachkenntnisse durchführen. Sie muss dabei den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten und darf die Anforderungen nicht zu hoch ansetzen.

    In der Praxis werden die Chancen auf dem Arbeitsmarkt entscheidend davon abhängen, ob der Antragsteller – unabhängig von seiner beruflichen Qualifikation – auch deutsche Sprachkenntnisse besitzt.


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  • Ist die Staatsangehörigkeit entscheidend für den Zugang zu Anerkennungsverfahren und zu Berufen?

    Nein, die Staatsangehörigkeit ist in der Regel nicht mehr entscheidend. Auch Personen, die aus einem Land kommen, das nicht zur Europäischen Union gehört, haben grundsätzlich einen Anspruch auf eine individuelle Prüfung der Gleichwertigkeit ihrer Berufsqualifikation. Ausschlaggebend sind künftig wesentlich der Inhalt und die Qualität der Berufsqualifikationen und nicht die Staatsangehörigkeit oder Herkunft. Der Berufszugang wird bei fast allen Berufen von der Staatsangehörigkeit entkoppelt. In den einzelnen Fachregelungen der reglementierten Berufe und Fachgesetzen der Bundesländer kann der Zugang zum Verfahren unterschiedlich ausgestaltet sein. Zum Teil sind Verfahren für Drittstaatsqualifikationen noch nicht vorgesehen.


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  • Wer kann einen Antrag auf Anerkennung stellen?

    Ein Verfahren zur Überprüfung der Gleichwertigkeit nach dem BQFG kann jede Person beantragen. In den einzelnen Fachregelungen der reglementierten Berufe kann der Zugang zum Verfahren unterschiedlich ausgestaltet sein.

    Einen Antrag nach dem BQFG kann stellen, wer

    • über einen ausländischen Berufsabschluss verfügt und
    • beabsichtigt, eine Erwerbstätigkeit in Deutschland auszuüben. Nicht nachgewiesen werden muss die Erwerbstätigkeitsabsicht von Staatsangehörigen der EU/EWR/Schweiz und von Personen mit Wohnort in der EU/EWR/Schweiz.


    Ein Antrag kann unabhängig von der Staatsangehörigkeit und vom Aufenthaltsstatus gestellt werden.

    Nicht zugänglich ist das Verfahren für un- oder angelernte Personen, die über keinen Berufsabschluss aus einem anderen Staat verfügen.

    Wenn Sie Spätaussiedlerin oder Spätaussiedler sind, können Besonderheiten des Verfahrens aufgrund des § 10 Bundesvertriebenengesetz für Sie bestehen. Fragen Sie Ihre zuständige Stelle.


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  • Wann ist eine Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation notwendig?

    Unterschieden werden muss zwischen reglementierten Berufen (zum Beispiel Arzt, Krankenpfleger, Lehrer) und nicht-reglementierten Berufen (zum Beispiel Ausbildungsberufe im dualen System). Die Prüfung der Gleichwertigkeit hat bei den reglementierten und den nicht-reglementierten Berufen eine unterschiedliche Funktion und damit auch unterschiedliche Rechtsfolgen:

    Für den Berufszugang und die Ausübung eines reglementierten Berufes ist die Gleichwertigkeitsfeststellung der ausländischen Berufsqualifikation zwingend erforderlich.

    Bei nicht-reglementierten Berufen ist es dagegen möglich, sich auch ohne formale Gleichwertigkeitsbescheinigung direkt auf dem Arbeitsmarkt zu bewerben und zu arbeiten. Eine Gleichwertigkeitsfeststellung macht die ausländische Qualifikation jedoch transparent; sie ist damit für einen Arbeitgeber besser einzuschätzen. Mit der Gleichwertigkeitsbescheinigung wird der Inhaber rechtlich mit Personen gleichstellt, die einen entsprechenden deutschen Berufsabschluss besitzen.


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