7.2.2009

„Mit ihm geht ein Stück Bethanien“

Festakt zur Verabschiedung von Chefarzt Dr. Eckart Cillis


Am Samstag (7.2.) verabschiedete das Krankenhaus Betanien den langjährigen Chefarzt Dr. Eckart Cillis (Mitte). Bei der Feierstunde an der Seite des scheidenden Chirurgen waren Cillis’ Ehefrau Evelyn (2.v.l.) und der knapp 90jährige Prof. Dr. Valentin Jagdschian (ganz links halb im Bild), der den jungen Mediziner Cillis in den siebziger Jahren an den Krankenanstalten Bielefeld-Mitte ausgebildet hatte. Karl-Heinz Tenter und Wilhelm Brunswick (rechts neben Cillis) dankten dem Mediziner im Namen der Bethanien-Stiftung (Foto: KBM/fotolulu)
Mit einem Festakt verabschiedete am heutigen Samstag (7.2.) das Bethanien-Krankenhaus den langjährigen Chefarzt Dr. Eckart Cillis in den Ruhestand. Dr. Cillis hatte ein knappes Vierteljahrhundert die Chirurgische Klinik I geleitet und in dieser Zeit mehr als 20.000 Operationen durchgeführt. Für die Bethanien-Krankenhausstiftung dankte deren Vorsitzender Karl-Heinz Tenter der Chirurgen-Zunft dafür, der Stadt Moers, der Region und nicht zuletzt dem Krankenhaus einen solch exzellenten Fachmediziner geschenkt zu haben. „Mit ihm geht ein Stück Bethanien“, sagte Tenter bei der vom Streichquartett der Duisburger Philharmoniker musikalisch umrahmten Feier.

In Anspielung an die hohe Arbeitsbelastung gerade bei leitenden Ärzten dankte der der Stiftungsvorsitzende insbesondere Cillis’ Ehefrau Evelyn und der Familie des Mediziners dafür, den anerkannten Chirurgen fünfundzwanzig Jahre an Bethanien „ausgeliehen“ zu haben. Als Ärztlicher Direktor des Krankenhauses zitierte Dr. Thomas Voshaar in seiner anschließenden Rede aus Cillis’ Bewerbungsschreiben vom Jahre 1984. „Bethanien suchte seinerzeit den besten Chirurgen – und fand ihn“, so Voshaar. Der Ärztliche Direktor lobte die „vorbildliche Kollegialität“ des scheidenden Bethanien-Chirurgen. Oberarzt Dr. Ralf Olaf Raasch attestierte Dr. Cillis „großartige chirurgische Könnerschaft“. Alle Redner lobten die besondere „Herzenswärme“, mit der der Chirurg den Patienten und Mitarbeitern begegnet sei. Dr. Cillis dankte sichtlich gerührt. „Es war eine große Freude an diesem Haus arbeiten zu dürfen.“

Berufsbild des Chirurgen veränderte sich stark

Im zuvor gehaltenen Festvortrag war Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe auf die Veränderungen im Berufsbild des Mediziners in den vergangenen Jahrzehnten eingegangen. „Kümmert Euch um den Nachwuchs“, mahnte er angesichts drängender Nachwuchssorgen nicht nur in der Chirurgie. Von hundert Medizinstudenten, machten derzeit nur 60 den Abschluss. Tausende Mediziner hätten zudem in den vergangenen Jahren Deutschland verlassen, um beispielsweise in den USA, der Schweiz oder anderen Ländern zu arbeiten.

Dr. Eckart Cillis, der 1943 in Wilhelmshaven geboren wurde und 1971 in Kiel sein Medizinstudium abschloss, war nach Zwischenstationen in Bielefeld und Münster, seit 1985 erster Chefarzt der seinerzeit gegründeten Chirurgischen Klinik I des Moerser Krankenhauses geworden. Zugleich hatte er seither die Bethanien-Krankenpflegeschule ärztlich geleitet. In der Zeit zwischen 1990 und 1996 war er schließlich Ärztlicher Direktor des Krankenhauses und damit verantwortlich für viele strategische Entscheidungen des Hauses.

Dr. Cillis beherrschte das gesamte Spektrum seines Fachs

Mit Cillis geht ein „Alleskönner“ der Chirurgie, wie es sie heute aufgrund der zunehmenden Spezialisierung kaum noch gibt. Von der sogenannten großen Bauchchirurgie über die Herz- und Lungenchirurgie bis hin zur endokrinen Chirurgie beherrschte Dr. Cillis das gesamte Spektrum seines umfangreichen Fachs. War er noch als waschechtes Nordlicht nach Moers gekommen, bezeichnet er sich inzwischen als „überzeugten Niederrheiner“ - seine Mutter stammte Duisburg-Walsum. Das "Ärzte-Gen" hat Dr. Cillis in seiner Familie übrigens erfolgreich weitergegeben: Einer der drei Cillis-Söhne ist als HNO-Arzt in einem Krankenhaus in Solingen tätig.
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