5.3.2009

Schöne Tage am Bücherwagen

Altenkrankenheim lädt zum Kennenlern-Nachmittag für "Nachwuchs-Ehrenamtler"


Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Gisela Keesen (re.) mit einer Bewohnerin des Altenkrankenheims Bethanien beim Dienst am Bücherwagen (Foto: KBM/Denise Ohms)


Wenn Elisabeth Scholz ihren Einsatz auf den Wohnbereichen beendet, strahlen manchmal ihre Augen. Sie ist eine von den Menschen, die sich regelmäßig ehrenamtlich im Altenkrankenheim Bethanien engagieren: eine schöne, manchmal auch schwierige Aufgabe. Die anfängliche Skepsis ist bei Elisabeth Scholz jedoch inzwischen einer tiefen Leidenschaft für ihre freiwillige Aufgabe gewichen. „Am Anfang hatte ich gewisse Vorbehalte, alte Menschen in einem Altenheim zu begleiten. Mit Altern und Sterben wollte ich mich nicht beschäftigen“, sagt die 64-jährige.

Erst nachdem sie eine Tante über drei Monate intensiv begleitet hatte, zuerst im Krankenhaus, dann in der Kurzzeitpflege und später in einem Altenheim, sei ihr klar geworden, dass die Begleitung älterer Menschen ebenso wichtig wie erfüllend sein kann. Ihren Schritt ins Ehrenamt hat sie daher nicht bereut. Sie empfindet ihn vielmehr als Bereicherung. Seit 2006 ist sie nun in der Hospizgruppe des Bethanien-Altenkrankenheims aktiv – jeden Donnerstag kommt sie für drei Stunden ins Haus.

Ehrenamtliches Engagement wird im Altenkrankenheim Bethanien groß geschrieben. Wer etwas Sinnvolles tun möchte, wer Freude am Umgang mit Menschen hat und zwei bis drei Stunden pro Woche mit Senioren verbringen möchte, ist hier richtig. Ehrenamtler begleiten in ihrer Freizeit die Koch- oder Gymnastikgruppe, gestalten Liedernachmittage, gehen mit den Bewohnern spazieren oder haben Zeit für Gespräche. Außerdem betreuen sie den Fahrdienst, der die Bewohner in die Stadt zum Einkaufen oder auch zum Arzt bringt.

Ehrenamtler ersetzen keine Planstellen

„Weitere Unterstützung können wir derzeit gut gebrauchen“, sagt Oliver Hering, Leiter des Sozialen Dienstes im Altenkrankenheim. Im März 2009 werden die Ehrenamtler deshalb an der Mitarbeit interessierte Menschen zu einem unverbindlichen Kennenlern-Nachmittag eingeladen. Hering betont, dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer keine Planstelle ersetzen oder gar verdrängen. Vielmehr erfüllen sie besondere Aufgaben – und zwar ausdrücklich als Ergänzung der hauptamtlichen Mitarbeiter. „Ehrenamtliche Tätigkeit ist ein eigenständiges, selbstverantwortliches Aufgabengebiet.“

Herings Kollegin Gisela Kapitza fügt hinzu: „Wir bieten allen Ehrenamtlern feste Ansprechpartner, Fortbildungsangebote, Versicherungsschutz und regelmäßige Zusammenkünfte zum Erfahrungs- und Gedanken¬austausch.“ Den genießt auch Gisela Keesen. Vor zwei Jahren entschied sie sich für den Dienst am Bücherwagen. „Es ist so schön, wenn ich jeden Freitagvormittag auf die Wohnbereiche komme, wo die Bewohner schon warten oder mich nach neuen Büchern fragen“. Die agile 72-jährige schwärmt geradezu von ihrer Tätigkeit. „Anfangs wusste ich nicht, was mich hier im Altenkrankenheim erwartet. Doch durch die Freude der Bewohner ist der Freitag zu einem meiner schönsten Tage geworden."

INFO
Am Freitag, 27. März 2009 lädt das Altenkrankenheim Interessierte von 14.00 bis 17.30 Uhr zu einem Info- Nachmittag ein. Die Veranstaltung findet im Raum 001, im Erdgeschoß statt.

KONTAKT
Sozialer Dienst im Altenkrankenheim Bethanien
Oliver Hering, Tel. 02841 200-2104, E-Mail: hering@ bethanienmoers.de
Gisela Kapitza, Tel. 02841 200-2140, E-Mail: kapitza@ bethanienmoers.de


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