2.11.2009

Den Bauchnabel im Blick

Frauenklinik Bethanien ermöglicht kostenlose Nabelschnurblut-Spende /
Zusammenarbeit mit der José-Carreras-Stiftung hilft Menschen mit Leukämie


Bauchnabel im Blick: Der von der José-Carreras-Stiftung beauftragte Diplom-Biologe Lutz Körschgen (Mitte) von der Uniklinik Düsseldorf und Bethanien-Gynäkologe Dr. Markos Mpotsaris (rechts) bei der Schulung. (Foto: KBM/Klaus Dieker)


Den Bauchnabel im Blick haben Frauenarzt Markos Mpotsaris vom Krankenhaus Bethanien und Diplom-Biologe Lutz Körschgen von der Universitätsklinik in Düsseldorf. In Kooperation mit der deutschen José-Carreras-Stiftung bietet die geburtshilfliche Klinik in Bethanien ab sofort kostenlose Nabelschnurblut-Spenden an. „Nabelschnurblut kann Leben retten. Menschen, die an Leukämie oder anderen Bluterkrankungen leiden, benötigen es für eine Therapie. Denn im Nabelschnurblut befinden sich Stammzellen, die krebskranken Menschen helfen können“, sagt Bethanien-Gynäkologe Mpotsaris.

Das sogenannte Nabelschnur-Restblut aus der Plazenta fällt bei jeder Entbindung an. Früher gab es für das, was von der Geburt übrig bleibt, keine Verwendung – bis die Forscher herausfanden, dass die Nabelschnur alles andere als wertlos ist. Ihr Blut enthält nämlich einen hohen Anteil an Stammzellen. Mit neuen Therapien lassen sich mit diesen Stammzellen viele Blutkrankheiten heilen, an denen Patienten sonst möglicherweise sterben würden. „Dazu wird nach Geburt und nach Abnabeln des Neugeborenen einfach das Blut aus der Nabelschnur entnommen“, so Herr Mpotsaris. Das Besondere an dem Projekt der Carreras-Stiftung: Im Gegensatz zu kommerziellen und damit kostenpflichtigen Nabelschnurblut-Banken, entnimmt und lagert die Uniklinik Düsseldorf die Spenden im Auftrag der José-Carreras-Stiftung kostenlos.

Mehr noch: Im Unterschied zu den kommerziellen Nabelschnurblut-Spenden, die im Krankheitsfall jeweils nur dem Spender selbst zur Verfügung stehen, kommen die für die Stiftung entnommenen Spenden der Allgemeinheit zugute. Jeder, der für eine lebensrettende Therapie Stammzellen benötigt, kann Sie über die von der Carreras-Stiftung angelegte Nabelschnurblut-Bank erhalten. Die Zahlen geben dem Verfahren recht: Mit den weltweit gut 200.000 Nabelschnurblutspenden konnte die Stiftung bereits knapp 8.000 Patienten helfen. Im Vergleich dazu kamen die etwa 1,3 Mio. kostenpflichtig eingelagerten Stammzell-Spenden weltweit gerade einmal 14 Menschen zugute.

„Die Universitätsklinik Düsseldorf ist derzeit mit knapp 16.000 eingelagerten Proben die größte Nabelschnur¬blutbank in Europa“, so Lutz Körschgen. Der Diplom-Biologe schulte in den letzten Wochen im Auftrag der José-Carreras-Stiftung das Ärzte- und Hebammenteam der Bethanien-Frauenklinik, das die Nabelschnurblut¬entnahme nun eigenständig durchführen kann. Werdende Eltern, die ihr Baby im Krankenhaus Bethanien bekommen, können sich in der Arzt-Hebammen-Sprechstunde jederzeit entscheiden, ob sie das bei der Geburt übrig bleibende Nabelschnurblut spenden wollen, um Leben zu retten.

Finanziert wird das Projekt von der Carreras-Stiftung, die auch Forschungsprojekte, etwa zu Leukämie, unterstützt. Als weltbekannter spanischer Tenor hatte José Carreras die nach ihm benannte Stiftung 1988 gegründet, als er selbst an Leukämie erkrankt war. Dank neuer Erkenntnisse in der Medizin konnte die Krankheit überwinden. Mit Gründung der Stiftung wollte er seinen Beitrag leisten, um den medizinischen Fortschritt voranzutreiben und anderen kranken Menschen zu helfen. Das Ziel der Stiftung lautet: „Leukämie muss heilbar werden, für immer und bei Jedem“.



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