13.4.2011

Lungenkrebszentrum Bethanien Moers wurde zertifiziert

Bürgermeisterin Erika Scholten und Bundestagsabgeordneter Siegmund Ehrmann gratulierten bei Feierstunde

Die Erste Stellvertretende Bürgermeisterin Erika Scholten (2.v.l.) und der Moerser Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann (re.) gratulierten Dr. Thomas Voshaar (li.) als Chefarzt der Lungenklinik und Leiter des Lungenzentrums sowie Oberarzt Dr. Kato Kambartel (2.v.r.), Koordinator im Lungenzentrum. (Foto: KBM/Tanja Pickartz)

Jetzt ist es offiziell: Seit dem 1. April ist das Lungenzentrum Bethanien Moers von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) offiziell anerkannt. Bei einer Feierstunde dieser Tage gratulierten die Erste Stellvertretende Bürgermeisterin Erika Scholten und der eigens aus Berlin angereiste Moerser Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann dem Krankenhaus zur erfolgreichen Zertifizierung durch die DKG. Die Zertifizierung macht das Krankenhaus zu einer der wenigen medizinischen Spitzeneinrichtungen im Rheinland, vor allem bei der Behandlung von Lungenkrebs.

Das Lungenzentrum Bethanien Moers ist eines von nur sieben durch Die DKG offiziell anerkannten Lungenzentren in ganz Nordrhein-Westfalen und wird in Zukunft in der Region die hochspezialisierte Behandlung von vielen Krebs-Patienten mit Lungentumoren oder mit Metastasen in der Lunge sicherstellen. Das Moerser Zentrum ist das einzige in den Kreisen Wesel und Kleve. Auch in den Nachbarstädten Duisburg, Krefeld und Düsseldorf gibt es derzeit keine so herausragende Einrichtungen wie in Bethanien.

Medizin auf höchstem Niveau

Um als Lungenzentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert zu werden, muss eine Klinik etliche Voraussetzungen erfüllen, die von externen Prüfern streng kontrolliert werden. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, bekommt eine Klinik das Zertifikat. So müssen in einem Lungenzentrum Fachabteilungen für Pneumologie, Thoraxchirurgie, Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie und Onkologie mit jeweils mindestens zwei Fachärzten vorhanden sein. Die Klinik muss außerdem eine besondere Kompetenz in der Thoraxchirurgie und die Verfügbarkeit interventioneller Bronchologie (Laser, Stent, endobronchialer Ultraschall) nachweisen. Eines der wichtigsten Kriterien ist der Nachweis von Mindest-Patientenzahlen pro Jahr. So muss das Lungenzentrum Bethanien Moers wie alle anderen Lungenkrebszentren in Deutschland jährlich mehr als 75 onkologische Tumorresektionen durchführen und 200 neu erkrankte Patienten im Jahr behandeln.

„Patientinnen und Patienten in einem Lungenzentrum haben den Vorteil, dass sie von allen Spezialisten gemeinsam behandelt werden. Im Lungenzentrum kommen alle Experten zusammen, um über Diagnose und Therapie zu entscheiden – und das mit maximaler Kompetenz und auf höchstem Qualitätsniveau“, erläuterte Chefarzt Dr. Thomas Voshaar als Leiter der Lungenklinik und des Lungenzentrums. Das Lungenzentrum umfasst neben der Lungenklinik auch externe Kooperationspartner wie eine eigenständige Praxis für Strahlentherapie und eine Praxis für Onkologie, die sich seit neustem auf dem Bethanien-Gelände direkt am Krankenhaus befinden.

Fachübergreifende Zusammenarbeit

Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Behandlung in einem Lungenzentrum somit eine umfassende medizinische Betreuung. Dazu gehören beispielsweise interdisziplinäre Therapiekonzepte. So werden die Befunde aller Patienten wöchentlich bei „Tumorkonferenzen“ besprochen, an denen Mediziner aller Fachrichtungen teilnehmen. Patienten und deren Familien werden zudem während des Krankenhaus-Aufenthalts onko-psychologisch betreut und der jeweilige Hausarzt in die Behandlung mit eingebunden.

Bei der Pressekonferenz am 6. April erläuterten Dr. Thomas Voshaar (li.) als Chefarzt der Lungenklinik und Oberarzt Dr. Kato Kambartel (re.), welche strengen Auflagen ein Lungenkrebszentrum erfüllen muss. (Foto: KBM/Tanja Pickartz)

Die Arbeit der Ärzte wird in Lungenzentren laufend kontrolliert und statistisch erfasst, zum Beispiel stehen die Qualität der Therapie hinsichtlich der Heilungsrate und hinsichtlich der Lebensqualität im Fokus der Überwachung. Eventuelle Komplikationen bei einer Behandlung werden systematisch erfasst und in einer Ärzte-Konferenz besprochen. Umfangreiche Leitlinien, an die sich alle behandelnden Ärzte halten müssen, sichern eine einheitliche Qualität, unabhängig vom jeweils behandelnden Arzt. Ein internes wie externes Qualitätsmanagementsystem sowie ein versierter Qualitätsbeauftragter sichern eine höchstmögliche Behandlungsqualität

Die Einrichtung von sogenannten Organzentren wie dem Lungenzentrum geht auf den Nationalen Krebsplan der Bundesregierung von 2008 zurück. In diesem wurde festgelegt, wie die Versorgung von Krebspatienten in Deutschland optimiert werden soll, etwa durch spezialisierte Krebszentren. Derzeit gibt es in ganz Deutschland 22 Lungenkrebszentren. Jedes Jahr erkranken etwa 50.000 Menschen an Lungenkrebs. Allerdings können derzeit nur 10 Prozent aller Erkrankten in einem der spezialisierten Lungenkrebszentren behandelt werden. 40.000 Menschen sterben im Jahr an der Krankheit.


Pressestimmen zur Zertifizierung des Lungenzentrums


Eines von nur 22 Lungenkrebszentren in Deutschland gibt es jetzt am Krankenhaus Bethanien. Gestern (am 6. April 2011) feierte man das Zertifikat. Grüße überbrachten auch Bundestagsabgeordneter Siegmund Ehrmann (SPD) und die stellvertretende Bürgermeisterin Erika Scholten (SPD). Um von der Deutschen Krebsgesellschaft mit dem Prädikat Lungenkrebszentrum ausgezeichnet zu werden sind über Jahre zahlreiche Auflagen zu erfüllen, um die bestmögliche Versorgung der Patienten zu erreichen. Vor allem das Zusammenspiel von Onkologie, Chirurgie, Pathologie, Radiologie und anderen wichtigen Disziplinen sei wichtig, aber auch der gute Umgang mit den Patienten.
Klara Helmes in der NRZ Moers vom 7. April 2011

Etwas ganz Besonderes ist nun dem Bethanien-Krankenhaus gelungen. Die Moerser Klinik (wurde) als Lungenzentrum zertifiziert. Das Bethanien-Krankenhaus hat eine der ältesten Lungenkliniken Europas und gilt, nicht nur bei bergbaubedingten Lungenkrankheiten, schon lange als „gute Adresse“. Mit der Einrichtung eines Lungenkrebszentrums soll die Versorgung der Krebspatienten weiter optimiert werden. Durch die strengen Anforderungen der Deutschen Krebs-Gesellschaft an ein Lungenkrebszentrum (…) wird eine hohe Behandlungsqualität sichergestellt.
Marina Wolf in den Moerser „Lokal-Nachrichten“, 10. April 2011


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