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5.11.2012

Die "Pumpe" an der Treppe auf Trab bringen

Beim Herztag im Krankenhaus Bethanien gab es umfassende Information und Beratung

Immer ganz nah am Patienten: Der langjährige Oberarzt Dr. Michael Hausen machte beim diesjährigen Herztag im Krankenhaus Bethanien den Auftakt mit einem interessanten Vortrag über die Koronare Herzkrankheit. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Ein volles Haus verzeichnete am Mittwoch (31.10. ) die Kardiologie im Krankenhaus Bethanien beim diesjährigen Herztag. Die Fachabteilung nutzte den bundesweit von der Deutschen Herzstiftung initiierte Informationstag dazu, ihr gesamtes Leistungsspektrum umfassend darzustellen. Schon im Eingang des Krankenhauses konnten sich Besucherinnen und Besucher an einer elektronisch gesteuerten Puppe die richtige Herzmassage üben - im Fall des Falles überlebenswichtig für einen Menschen mit Herzstillstand. Während im großen Veranstaltungssaal Chefarzt Dr. Möhlenkamp und zwei seiner Oberärzte über verschiedene Aspekte von Herzkrankheiten und deren Therapie referierten, bot die Patienten-Cafeteria Möglichkeiten für Blutdruck- und Cholesterinmessung sowie für einen umfassenden Herz-Check. An zahlreichen Infoständen, etwa dem der Deutschen Herzstiftung, herrschte reger Andrang. Stündliche Führungen durch das hochmoderne Herzkatheterlabor und die Demonstration von Echo-Doppler-Untersuchungen rundeten das Angebot ab.

Im Herzkatheterlabor demonstrierte Oberarzt Dr. Gert Konein beim Bethanien-Herztag die neuesten Diagnose- und Therapieverfahren. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Der Herztag steht dieses Jahr in ganz Deutschland unter dem Motto "Herz in Gefahr". Für den Moerser Chefarzt Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp ein wichtiges Thema. Nach seiner Auskunft erleiden in Moers rund 300 Patientinnen und Patienten im Jahr einen Herzinfarkt. "Etwa 250 davon werden hier bei uns in Bethanien behandelt. Wir sind deshalb vor Ort so etwas wie ein kardiologisches Zentrum für die betroffenen Menschen", erläutert Prof. Möhlenkamp. Zwar habe sich die Herzinfarkt-Rate in den letzten Jahren überall reduziert, doch gebe es immer noch zu viele Menschen, die mit einem zu hohen Infarktrisiko leben. Dabei gebe es drei einfach Regeln für ein herzgesundes Leben: Gesundes Essen und bei Bedarf eine Gewichtsreduktion, die aber langsam erfolgen muss, außerdem Vermeidung von Zigaretten und tägliche körperliche Aktivität. "Eine halbe Stunde Bewegung pro Tag. Das muss kein Dauerlauf sein, ein Spaziergang reicht schon aus. Man sollte sich dabei noch unterhalten können", so der Kardiologe. Allen Ortskundigen, die sich mehr zutrauen, empfiehlt er einen Aufstieg der Himmelstreppe an der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn als regelmäßiges Trainingsprogramm. "Eine perfekte Gelegenheit, Herz und Kreislauf auf Trab zu bringen und dabei gesund zu bleiben."

Grundsätzlich sollten alle Menschen ab einem Alter von 45 Jahren regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen, empfiehlt der Chefarzt. Beschwerden wie Luftnot bei Belastung, ein Engegefühl oder Schmerzen in der Brust können darauf hinweisen, dass mit dem Herzen etwas nicht in Ordnung ist. "Auch ein Leistungsabfall kann ein Hinweis sein. Wer bei der Radtour plötzlich mit den anderen Fahrern nicht mehr mithalten kann, sollte sich zur Sicherheit unbedingt durchchecken lassen."

Keine Angst vorm kleinen Piekser: Bei Marlies Schaffeld von der Kardiologie nutzen viele Besucherinnen und Besucher des Bethanien-Herztages die Möglichkeit zu einem kostenlosen Cholesterin-Test. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
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