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Dank den Spendern

21.6.2013

Bethanien trauert um Wilhelm Quidde

Krankenhaus: "Moers hat einen großherzigen Freund aller Kinder verloren"

Wilhelm Quidde bei seinem letzten Besuch in der Kinderklinik Bethanien (Foto. KBM/Engel-Albustin)
Ein bis zwei Mal im Jahr kam er mit seiner Frau nach Bethanien und immer hatte er einen vierstelligen Spendenscheck dabei. Jetzt ist Wilhelm Quidde im Alter von 96 Jahren verstorben. "Moers verliert mit ihm einen großherzigen und überaus liebenswürdigen Freund aller Kinder", reagierte Chefarzt Dr. Michael Wallot von der Kinderklinik bestürzt auf die traurige Nachricht. "Das Schicksal kranker Kinder hat ihn stets besonders berührt. Er hat viel für die Kinderklinik Bethanien getan. Wir werden sein Andenken in Ehren halten", so der Chefarzt. Quidde war seit 25 Jahren durch die Mitgliedschaft im Bethanien-Freundeskreis eng mit dem Krankenhaus verbunden. Dieser Tage wurde der bereits am 5. Juni im Altenkrankenheim Bethanien Verstorbene im engsten Familienkreis beigesetzt, so wie er es sich gewünscht hatte.

Über viele Jahre hinweg unterstützen Wilhelm Quidde und seine Frau Dorli das Krankenhaus und das Altenkrankenheim Bethanien mit privat gesammelten Spenden. Anlässe boten regelmäßig die Geburtstage der beiden oder der gemeinsame Hochzeitstag. Erst im vergangenen Herbst konnte das Seniorenpaar den 60. Hochzeitstag begehen und auch diesmal wurde die Spende persönlich nach Bethanien gebracht. "In unserem Alter braucht man keine Geschenke mehr. Bei Feiern bitten wir deswegen unsere Gäste um Geldspenden für den guten Zweck", sagte Wilhelm Quidde bei einer der vielen Spendenübergaben. Die Beträge kamen meist der Kinderklinik zugute, zuweilen auch der Wochenstation oder dem Altenkrankenheim. Einen Platz für den Lebensabend hatten er und seine Frau dort seit Jahren reserviert. "Wir ziehen aber noch nicht ein. Wir geben nur was ab!", ließ der rüstige Senior mit dem für ihn typischen Humor noch anlässlich der letzten Spendenübergabe im Herbst 2012 wissen. Der fast Hundertjährige war eben seinerzeit einfach noch zu fit für ein Seniorenheim.

In Moers wird man sich an den gut vernetzten Wilhelm Quidde vor allem als langjährigen Vorsitzenden des Kinderschutzbundes erinnern und an seine tragende Rolle bei der Rettung des Naturfreibads Bettenkamper Meer, als dessen Schließung drohte. Mit guten Argumenten und Hartnäckigkeit trug Quidde entscheidend dazu bei, dass das von ihm und seiner Frau so geliebte Freibad noch heute existiert. In der Badesaison war er mit seiner Frau gern gesehener und täglicher Badegast. Es kann durchaus sein, dass er sich den eigenen Tod deshalb wie eine Art Übergang auf eine andere Liegewiese vorgestellte. Ins Jenseits, erklärte er einmal verschmitzt, nehme er lediglich ein Handtuch und Badelatschen mit, denn dort sei es ja ziemlich heiß. Er hatte die Hölle gemeint. Aber da dürfte einer wie er, der sein Leben lang so viel Gutes für Andere getan hat, mit ziemlicher Sicherheit nicht gelandet sein.
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