Feigwarzen (Afterwarzen, Condylomata accuminata)

Was sind Afterwarzen? Was machen sie und woher kommen sie?

Afterwarzen können einzeln oder beetartig vorkommen. Mit der Zeit werden sie größer und vermehren sich. Da die einzelne Warze keine Beschwerden im eigentlichen Sinne macht, kommt es oft erst bei starkem Befall zu Nässen, Jucken oder Blutspuren, eine adäquate Reinigung kann behindert sein.

Ursächlich ist eine Infektion mit einem Humanen Papillomavirus (HPV), der von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Dies geschieht häufig durch Geschlechtsverkehr. Daher sind ungeschützter Verkehr und ein häufiger Partnerwechsel neben einer Immunschwäche als wesentliche Risikofaktoren zu sehen. Sie können sich jedoch auch im Schwimmbad oder in der Sauna beispielsweise anstecken.

Müssen die Warzen behandelt werden?

Ja, da sie an Anzahl und Größe zunehmen. Zudem besteht ein Entartungsrisiko nach langem Verlauf.

Wie sieht die Therapie aus?

Unerlässlich ist die Mituntersuchung des Partners!
Handelt es sich um einzelne und äußerliche Warzen, kann ggf. Imiquimod (Aldara 5%) Creme angewendet werden. Diese Behandlung muss sehr präzise durchgeführt und oft mehrfach wiederholt werden, d.h. es handelt sich um eine Behandlung über Wochen.

Bestehen größere, mehrere oder beetartige Herde oder finden sich intraanale Condylome, sollte zu einer der verschiedenen operativen Techniken gegriffen werden.
Ganz wichtig sind engmaschige regelmäßige Kontrollen bis einige Monate nach der Behandlung. Das Virus kann in tieferen Gewebsschichten oder an anderen Körperstellen überleben und daher erneut Warzen bilden, sodass die Rezidivgefahr sehr hoch ist.
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