Morbus Crohn

Was ist Morbus Crohn?

Es handelt sich beim M. Crohn um eine entzündliche Darmerkrankung, die im Bereich des gesamten Verdauungssystemes, häufig jedoch am Übergang des Dünndarmes zum Dickdarm, vorkommen kann. In der Darmwand findet eine starke Abwehrreaktion statt, wodurch es zu einer Entzündung kommt, die sich in alle Darmwandschichten ausbreiten, die Wand schädigen, verdicken, dadurch das Darmrohr verengen und auch Verbindungsgänge (Fisteln) von Darm zu Darm oder zu anderen Organen ausbilden kann.

Woher kommt der Morbus Crohn?

Die genaue Ursache dieser Erkrankung ist weiterhin unklar. In der Diskussion sind immunologische und auch bakteriologische Ursachen, eine psychosomatische Beteiligung wird ebenfalls diskutiert. Am häufigsten tritt ein M. Crohn zwischen dem 16.-40. Lebensjahr auf. Dies geschieht mit familiärer Häufung und v.a. in der nördlichen Klimazone.

Woran erkenne ich einen Morbus Crohn?

Die Symptome können sehr vielfältig sein, da unterschiedliche Darmbereiche befallen sein können. Häufig ist ein schubartiger Verlauf mit Bauchschmerzen und Durchfällen. Gewichtsreduktion und Mangelerscheinungen können bei einer starken Entzündung im Nahrungsmittel-resorbierenden Dünndarm auftreten. Ebenso sind wiederkehrende Fisteln und Abszedierungen im Analbereich hinweisend auf die Möglichkeit einer Crohnerkrankung. Bei Verdacht auf eine Crohnerkrankung ist eine gastroenterologische sowie ggf. chirurgische Abklärung angebracht.

Wie behandelt man den Morbus Crohn?

Es ist wichtig zu wissen, dass eine Heilung der Erkrankung bis zum heutigen Tag nicht möglich ist, da der gesamte Verdauungstrakt betroffen sein kann. Eine medizinische Behandlung mit Entzündungshemmern, Cortisonpräparaten, bei schweren Verläufen Immunsuppressiva und eine gastroenterologische Anbindung steht im Vordergrund. Chirurgische Maßnahmen sollten nur bei Auftreten nicht zu beherrschender Komplikationen nach interdisziplinärer Absprache durchgeführt werden. Dies wären beispielsweise ein Darmverschluss durch eine starke Verengung des Darmrohres, die nach Anbehandlung keine Besserung zeigt, bei Anämie durch rezidivierende Blutungen auf Basis der Entzündung und Fistelungen zu anderen Darmbereichen oder Organen sowie Abszedierungen. Insgesamt gilt: so wenig Chirurgie wie möglich.
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