Stuhlgang

Was ist normal? Wie soll er sein?

Medizinisch „normal“ ist ein Stuhlgang 3x täglich bis 3x pro Woche. Wichtiger als die Frequenz ist die Stuhlbeschaffenheit, die Konsistenz des Stuhlganges. Ist er zu hart, müssen Sie stark pressen. Geschieht dies regelmäßig, erhöht sich das Risiko, eine Hämorrhoidalerkrankung auszubilden oder z.B. eine Analfissur zu erleiden. Ebenso zu vermeiden ist Durchfall, da auch hierdurch anale Beschwerden ausgelöst und unterhalten werden können. Wünschenswert ist eine gut geformte Stuhlsäule, die man ohne zu pressen entleeren und auch problemlos halten kann.

Was kann ich für einen „guten Stuhlgang“ tun?

Um diese Art der Stuhlsäule zu erreichen, ist bei den meisten Menschen eine ballaststoffhaltige Ernährung mit 25-30g Ballaststoffen pro Tag (bei uns gängig sind eher 15g pro Tag) und das Trinken von etwa 2 Litern Flüssigkeit täglich hilfreich. Regelmäßige körperliche Aktivität ist außerdem für eine gute Verdauung unterstützend.

Was kann den Stuhlgang verändern?

Für Veränderungen des Stuhlverhaltens können verschiedenste Ursachen gefunden werden. Ändert sich Ihr Ernährungsverhalten bzw. die von Ihnen täglich aufgenommene Flüssigkeitsmenge, zum Beispiel während einer Diät, auf Reisen oder im Rahmen einer Schwangerschaft, ändert sich auch die Stuhlbeschaffenheit. Darmtumore werden häufig durch Wechsel von Durchfall und Verstopfung auffällig. Ebenso kann es medikamentös bedingt zu Veränderungen des Stuhlganges und insbesondere der Darmtätigkeit kommen. Hier sind beispielhaft Antidepressiva, Schmerzmittel, Entwässerungstabletten, Psychopharmaka oder die übermäßige Anwendung von Abführmitteln zu nennen. Des Weiteren können Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose oder ein Lupus erythematodes Darmträgheit bedingen. Auch Stress beeinflusst die Stuhlregulation. Sprichworte wie „aus Angst macht man sich in die Hose“ kommen nicht von ungefähr.
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