Analcarcinom

Was ist ein Analcarcinom?

Von einem Analcarcinom spricht man, wenn Zellen des Analkanales oder des direkten Analrandes (Haut oder Schleimhautzellen) entarten. Es handelt sich um eine seltene Krebserkrankung. Bei unspezifischen, einer Hämorrhoidalerkrankung ähnlichen Symptomen, wird ein Analcarcinom jedoch häufig als solche verkannt.

Woran erkenne ich ein Analcarcinom?

Die Symptome sind unspezifisch. Blutung, Fremdkörpergefühl, Nässen, Jucken, Schmerzen, Änderung des Stuhlverhaltens, „Bleistiftstühle“, Ausfluss oder geschwollene Leisten-Lymphknoten können Hinweise sein und sollten abgeklärt werden.

Gibt es Risikofaktoren?

Ja. Risikosteigernde Faktoren sind laut Literatur Alter über 50, Feigwarzen (Papillomavirus), ds Vorliegen einer Immunschwäche, stattgehabte lokale Bestrahlung, lokale chronische Entzündungen unterschiedlicher Genese (Fisteln, Wunden) sowie häufiger Analverkehr.
Zur Vorsorgeuntersuchung gehört die rektale Untersuchung, ein Test auf Blut im Stuhl sowie die Durchführung einer Vorsorgecoloscopie ab dem 50. Lebensjahr.

Wie ist die Behandlung?

In aller Regel wird ein Analcarcinom mit Bestrahlung und Chemotherapie behandelt. Dies bringt heutzutage bezüglich der Erkrankung ebenso gute Ergebnisse wie eine operative Entfernung. Der große Vorteil hierbei ist der Erhalt der Schließmuskeln, sodass in aller Regel die Kontinenz bewahrt werden kann. Bei kleinen, zunächst unklaren Befunden oder sehr selten als ultima ratio-Behandlung ist eine operative Entfernung sinnvoll. Wie bei allen Krebserkrankungen ist die Nachsorge wichtig, um ein erneutes Auftreten so früh wie möglich zu erkennen.
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